Warnung an alle Esel- und Pferdehalter im Raum Dortmund

Ganze Eselherde stirbt aus bisher ungeklärten Gründen

Es war die bisher wohl traurigste Woche in der Geschichte der Noteselhilfe e. V. Im Naturschutzgebiet Wannebachtal bei Dortmund ist in einer Pflegestelle der Noteselhilfe in den letzten Tagen eine ganze Eselherde mit insgesamt sieben Tieren verstorben. Die Tiere haben am Samstag, dem 09. Dezember 2017, erste Symptome einer Vergiftung gezeigt. Zwei Tiere hatten Durchfall, die anderen fühlten sich sichtlich unwohl. Trotz schneller und intensiver Behandlung durch Tierärzte und Halterin ab Samstag verstarben am Sonntag unsere Noteselstute Hanni sowie zwei Tiere der Halterin.

Die anderen Tiere wurden weiter mit Infusionen und Medikamenten behandelt. Am Montag verstarben dann im Lauf des Tages unsere beiden Jungtiere Levi und Gretchen. Nach dramatischen Rettungsversuchen über mehrere Tage hinweg verstarben am Samstag, dem 16.12.2017, dann die letzten beiden Tiere der Halterin. Die Tierärzte und die Halterin stehen bisher vor einem traurigen Rätsel. Die Tiere hatten weder Fieber noch Koliksymptome gezeigt. Lediglich Durchfall, Nahrungsverweigerung und Lethargie waren erkennbar.

Drei der Tiere wurden zur Analyse der Todesursache in die Pathologie einer Tierklinik gebracht. Falls sich die Tiere tatsächlich vergiftet haben, bleibt zu klären, ob Giftpflanzen in den Futtermitteln (Heu, Hafer, Weideflächen) enthalten gewesen sein könnten oder ob es sich um eine vorsätzliche Tat eines Tierquälers gehandelt haben kann. Solange dies nicht klar ist, werden alle Eselhalter und natürlich auch alle Tierhalter von sonstigen Weidetieren (Rinder, Pferde, Ziegen, Schafe usw.) im größeren Umkreis um Vorsicht bei den eigenen Futtermitteln und bei Besuchern mit Futtergaben gebeten. Falls jemand Fragen oder Informationen zu diesem Fall hat, kann er sich damit an die Noteselhilfe e. V. wenden (E-Mail: info@noteselhilfe.org, Telefon: 0151-53764605).